Überreichung der Dienststunden an den Oberbürgermeister Herrn Reinwald

Am 13. November war es Zeit, nach zwei Jahren Dienstprojekt Bilanz zu ziehen. Im Laufe der letzten beiden Jahre waren von 95 Menschen unterschiedlichster religiöser und kultureller Hintergründe vom Kleinkind bis zum Senior insgesamt 1330 Dienststunden geleistet worden. Diese wurden nun in einem Treffen symbolisch unserem Oberbürgermeister Herrn Reinwald überreicht, der diese mit sehr herzlichen Worten entgegennahm.
Nachdem jeder kurz über seine Lieblingsdienstprojekte berichtet hatte, wurde auf Basis einiger Textstellen über das Thema Dienst und die Bedeutung von Dienst für eine Nachbarschaft gesprochen und Gedanken darüber ausgetauscht, was die entscheidenden Faktoren für die Entwicklung einer dienstbaren Haltung in Menschen sind.
Abschließend wurde geäußert, dass alle Beteiligten im Laufe des zweijährigen Dienstprojektes so viel Freude am Dienst entwickelt haben, dass sie jetzt auf keinen Fall wieder damit aufhören werden, sondern dies als gelungenen Auftakt für viele weitere Dienstprojekte in der Nachbarschaft nutzen möchten.

Samstag war wieder Dienst-Tag

Unter dem bereits bewährten Motto „Samstag ist Dienst-Tag“ trafen sich am 21. September etwa 40 Gauangellocher am Rathausplatz, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, um die dort in vorhergegangenen Dienstprojekten begonnenen Verschönerungsarbeiten fortzusetzen.
Gestärkt durch ein gemeinsames Brezelfrühstück wurden – mit tatkräftiger Unterstützung der jüngsten Teilnehmer – Tische und Bänke geschleppt, Müll aufgesammelt, Unkraut gejätet, Fugen gesäubert und unter Anleitung eines Schreiners Holzstege gebaut, die ab sofort bei großen Veranstaltungen auf dem Rathausplatz, wie zum Beispiel der Kerwe, über die Beete gelegt werden können, damit diese nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das gut gelaunte, geschäftige Treiben machte sogar Passanten neugierig, die dann auch gleich zu Hacke oder Besen griffen.
So wurde dieser Samstagvormittag wieder einmal zu einem gelungenen Dienst-Tag.

Sommerliche Dienstprojekte der Juniorjugendlichen

Im Rahmen der Juniorjugendwoche des Sommerferienprogramms der Stadt Leimen und des Juniorjugendtages haben sich die Juniorjugendlichen diesen Sommer zwei großen Dienstprojekten gewidmet. Einerseits wurde den letztes Jahr während der Juniorjugendwoche grundrenovierten Bänken auf dem Rathausplatz nochmal ein frischer Anstrich verpasst, andererseits wurden aus Europaletten coole Sitzmöbel gebaut, die ganz variabel nutzbar und ab sofort für verschiedenste Feste und Veranstaltungen, wie Kerwe, Pop und Skulpturen, Adventssingen etc. einsetzbar sind. Mit Feuereifer und vollem Körpereinsatz sägten, schliffen und schraubten die Jugendlichen eine stylische Sitzgruppe aus vier Sitzelementen und einem Tisch zusammen. Beim Probesitzen am letzten Tag gab es begeisterte Rückmeldungen von Jung und Alt.

Dienstprojekt im Maisfeld

Nach dem erfolgreichen Dienstprojekt im letzten Jahr wurden die Juniorjugend-Gruppen dieses Jahr wieder gebeten, Gauangellocher Langwirten bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung zu helfen. Mit Begeisterung stimmten die Jugendlichen zu und verbrachten zwei Nachmittage in den Maisfeldern von Gauangelloch und Lingental, wo sie Trichogramma (Eier von Nützlingen) an die Maispflanzen hängten.
Jährlich richtet der Maiszünsler erhebliche Schäden in Maisbeständen an. Die Schlupfwespe Trichogramma brassicae ist ein effizienter natürlicher Feind des Maiszünslers. Wenn Trichogramma im Mais verteilt wird, kann der Maiszünsler erfolgreich unschädlich gemacht werden, während man gleichzeitig auf chemische Schädlingsbekämpfung verzichten kann – ein Vorteil für Mensch, Tier und Natur.
Auch von superheißen Temperaturen am ersten und Regen am zweiten Termin ließen sich die Jugendlichen nicht abhalten und die Stimmung war super – besonders beim Mitfahren auf dem Traktoranhänger zwischen den Feldern. Und ganz nebenbei lernten die Jugendlichen auch noch etwas über Landwirtschaft und stärkten ihre Wertschätzung für die bedeutungsvolle Arbeit der Landwirte.

Offenes Bücherregal auf Vordermann gebracht

Im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen des Ortes und der Erkundung von Möglichkeiten, sinnvolle Dienste für die Nachbarschaft zu leisten, fiel den beiden Juniorjugendgruppen in Gauangelloch das Offene Bücherregal auf. Dieses war als wunderbares Angebot für die Gauangellocher Bürger vor einigen Jahren im Alten Rathaus von Gauangelloch… lebens- und liebenswert ins Leben gerufen worden, benötigte aber dringend etwas Aufmerksamkeit, um es den Bürgern wieder besser zugänglich zu machen. Im Laufe der Jahre waren sehr viele Bücher zusammengekommen, die kreuz und quer in den Regalen standen. Und so trafen sich die beiden Juniorjugendgruppen an zwei Nachmittagen, um alle Bücher zu sortieren, zerrissene Bücher zu entsorgen, ein kaputtes Regalbrett zu reparieren und schließlich alle Bücher neu sortiert und mit Beschriftungen versehen wieder in die Regale zu ordnen. Die Bücher sind nun durch die auf den Regalbrettern angebrachten Kategorien (Romane, Sachbücher, Biografien, Kinder- und Jugendbücher, Selbsthilfe, Krimis und Bücher in anderen Sprachen) leichter zu finden und laden zum Stöbern und Lesen ein.

Sturmschäden beseitigen

Ein besonderer Einsatz an Nachbarschaftshilfe wurde Ende März möglich, als der Garten einer Gauangellocher Familie von heftigen Sturmschäden heimgesucht worden war. Mit Gartenwerkzeug, Besen, Rechen und Müllsäcken bewaffnet wurde in einem gemeinschaftlichen Samstags-Einsatz der Garten aufgeräumt, die Sturmschäden beseitigt und der Garten auf den Frühling vorbereitet. Als Abschluss gab es dann noch ein köstliches Mittagessen für alle tatkräftigen Helfer.

Spenden fürs SOS-Kinderdorf

Wie jedes Jahr Ende Februar fand auch dieses Jahr bei der Ayyám-i-Há-Party der Kinderklassen ein Spendenprojekt zugunsten des SOS-Kinderdorfes Pfalz statt. Die teilnehmenden Kinder waren gebeten worden, Kinderkleidung, Bücher und Spielzeug als Spende für das SOS-Kinderdorf mitzubringen und mit großer Begeisterung und berührender Großzügigkeit kamen sie dieser Bitte nach, sodass eine gesamte Autofüllung Spenden Anfang März im Kinderdorf abgeliefert werden konnte – sehr zur Freude der dort lebenden Jungen und Mädchen.

Besuch im Generationenzentrum

Wie auch bereits in den letzten Jahren, fuhren die Kinderklassen auch dieses Jahr wieder ins Generationenzentrum nach St. Ilgen.
Mit Liedern und Gebeten in Begleitung von Gitarrenklängen konnten die Kinder die Bewohner und Bewohnerinnen in beiden Wohneinheiten erfreuen und zum Mitklatschen und Mitsingen bewegen.
Die in vorangegangenen Stunden gebackenen Weihnachtsplätzchen in liebevoll dekorierten Tüten kamen ebenso gut an wie die teilweise besinnlichen, teilweise schwungvollen Lieder.

Kekse für Dorfschule in Papua Neuguinea

Ein besonderes Dienstprojekt hatten sich drei Juniorjugendliche gemeinsam vorgenommen – Kekse zu backen, um diese zugunsten einer Dorfschule in Papua-Neuguinea zu verkaufen. So wurde fleißig gebacken, verziert und liebevoll verpackt und die Kekstütchen mit köstlichem Inhalt schließlich gegen Spenden „an den Mann“ gebracht. Durch ihren hingebungsvollen Einsatz konnten die Jungs über 200,- Euro an Spenden sammeln, die nun im vollen Umfang nach Papua-Neuguinea überwiesen werden, um die Ausbildung von Lehrern für ländliche Gebiete zu unterstützen, in denen die Kinder sonst völlig abgeschnitten von jeglicher Schulbildung wären.